Eric Hinzpeter
ARTIKEL· 28.04.2024· 3 min

5 kostenlose Tools für Content Marketing

Fünf kostenlose Tools, die ich täglich für Grafik, Foto, Video, Text und Recherche nutze, ohne Testphase oder Kreditkarte.

Content Marketing ist ein weites Feld, in dem sich die einzelnen Bereiche ständig überschneiden. Ich bin ein Freund der 80/20-Regel, also 80 Prozent des Ergebnisses mit 20 Prozent Aufwand, wenn die Werkzeuge mitspielen.

Genau darum geht es in diesem Beitrag. Dazu gehören fünf Programme, die ich täglich nutze, weil sie Arbeit abnehmen statt neue zu schaffen: die Grafik, das Foto, das fertige Reel, dazu zwei KI-Tools, mit denen ich Texte entwerfe und recherchiere. Mehr braucht es aus meiner Erfahrung im Content Marketing selten.

Designs erstellen mit Canva

Canva macht Grafikdesign zugänglich, auch ohne Designausbildung. Wer noch nie ein Banner gebaut hat, findet in der riesigen Vorlagenbibliothek in wenigen Klicks ein fertiges Layout, das sich nur noch anpassen lässt.

Besonders praktisch ist das Brand Kit: Farben, Schriftarten und Logo einmal hinterlegt, und jedes neue Design passt danach automatisch zur Marke. Die App synchronisiert zwischen Desktop und Handy, kleine Änderungen lassen sich also auch unterwegs erledigen. Ein ganzes Team kann trotzdem gleichzeitig am selben Entwurf arbeiten und Ergebnisse direkt teilen.

Canva ist mein Startpunkt für alles Visuelle, das schnell fertig sein muss.

Fotos bearbeiten und organisieren mit Lightroom

Lightroom bleibt für mich das Werkzeug für Bildbearbeitung auf professionellem Niveau, selbst wenn die Ausgangsfotos vom Smartphone stammen. Mit den richtigen Reglern lässt sich aus Schatten und Lichtern noch erstaunlich viel Detail herausholen.

Die Katalogfunktion hält auch tausende Fotos übersichtlich, was bei laufender Content-Produktion schnell wichtig wird. Eigene Presets sorgen dafür, dass eine ganze Serie mit einem Klick denselben Look bekommt. Die Cloud-Synchronisation erlaubt es außerdem, unterwegs auf dem Handy zu bearbeiten und am Rechner weiterzumachen. Wie ich die Exporteinstellungen für Instagram konkret setze, habe ich in einem eigenen Guide zu Lightroom-Exporten für Instagram aufgeschrieben.

Adobe Lightroom gibt es im Play Store, für iPhones im Apple App Store.

Videos fürs Handy schneiden mit CapCut

CapCut ist bei mir das Tool, wenn ein Video schnell fertig werden muss, ohne dass ich dafür an den Rechner muss. Die Oberfläche ist so aufgebaut, dass man auch ohne Schnitterfahrung in kurzer Zeit ein Ergebnis bekommt, das professionell aussieht.

Am meisten Zeit spart mir die automatische Untertitel-Funktion, weil sie Text zuverlässig ins Bild setzt, ohne dass ich jedes Wort einzeln timen muss. Dazu kommt eine große Bibliothek an Übergängen und Effekten, mit der sich Content bauen lässt, der auf TikTok und Instagram tatsächlich funktioniert. Die kostenlose Version deckt dabei schon fast jeden Fall ab. Wer noch unsicher ist, wie man mit dem Smartphone überhaupt brauchbares Rohmaterial dreht, findet in meinem Beitrag zu Smartphone-Videos für kleine Unternehmen den Einstieg davor.

CapCut läuft auf Desktop und Mobilgeräten gleichermaßen gut.

Texte entwerfen mit ChatGPT

Für das Brainstorming und den ersten Entwurf eines Textes greife ich nach wie vor zu ChatGPT. Blogposts, Produktbeschreibungen oder Social-Media-Texte lassen sich damit in Minuten skizzieren, was vor allem bei größeren Content-Mengen viel Zeit spart.

Wichtig ist, wie man das Tool anspricht. Ein sauberer Prompt mit klarer Rolle, Aufgabe und Kontext liefert brauchbarere Ergebnisse als eine vage Bitte, mehr dazu im Glossar-Eintrag zu Prompt Engineering.

ChatGPT hilft mir zusätzlich bei mehrsprachigen Inhalten und bei interaktiven Formaten wie kleinen Chatbots. Der Text bleibt danach trotzdem immer ein Entwurf, den ich selbst überarbeite, nie das fertige Ergebnis. Wer tiefer in aktuelle KI-Tools für Content Marketing einsteigen will, findet in meinem Überblick zu den Top-5-KI-Tools im Content Marketing eine aktuellere Einordnung.

ChatGPT von OpenAI ist für mich noch immer die Mutter aller KI-Tools in diesem Bereich.

Recherchieren mit Perplexity

Für Recherche nutze ich inzwischen kaum noch klassische Suchmaschinen, sondern direkt Perplexity. Die KI durchsucht das Web in Echtzeit und liefert präzise Antworten auf Fachfragen, inklusive nachvollziehbarer Quellenangaben.

Das macht die Content-Recherche deutlich schneller, weil ich Trends und Fakten sofort prüfen kann, statt mich durch zehn Tabs zu klicken. Besonders bei tieferen Themen lohnt es sich, so lange nachzufragen, bis das Bild wirklich vollständig ist. Die Analysefunktionen von Perplexity helfen mir zusätzlich dabei, Muster in der eigenen Content-Strategie zu erkennen.

In Verbindung mit ChatGPT ist Perplexity.ai für mich die zweite Hälfte des Rechercheworkflows.

FAQ

Sind diese Content-Marketing-Tools wirklich kostenlos?
Alle fünf haben eine kostenlose oder Freemium-Version, die für die meisten Fälle reicht. Canva, CapCut und Perplexity kommen mit starken kostenlosen Stufen aus, Lightroom braucht ein Creative-Cloud-Abo, und ChatGPT ist in der Basisversion ebenfalls kostenlos.
Welches Tool hilft am meisten beim Schreiben von Content?
ChatGPT. Für den ersten Entwurf eines Blogposts oder einer Produktbeschreibung ist es bei mir der Standard, solange der Prompt klar formuliert ist und ich den Text danach selbst überarbeite.
Was ist das beste kostenlose Tool für Recherche und Fakten-Check?
Perplexity. Die KI durchsucht das Web in Echtzeit und liefert Antworten mit nachvollziehbaren Quellen, sodass sich Trends und Zahlen direkt prüfen lassen, statt sich durch zehn Browser-Tabs zu klicken.

Geschrieben von

Porträt von Eric Hinzpeter

Eric Hinzpeter

Eric Hinzpeter, Senior B2B Content Strategist. Er baut KI-Agenten und Marketing-Automatisierung für den Produktivbetrieb und schreibt hier auf, was dabei herauskommt.

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